Die vorliegende Arbeit geht einem deutschen Informationsbedürfnis nach, das in der Comic-Landschaft genauso wie in der allgemeinen Öffentlichkeit besteht. Denn seit der Wiedervereinigung hat sich in Deutschland die Wahrnehmung Koreas verändert. Das hat mit der fortschreitenden wirtschaftlichen Entwicklung und internationalen Präsenz Südkoreas zu tun. Viele deutsche Bürger erinnert die Teilung Koreas an die deutsche Teilung. Der politisch interessierte Bürger hat also ein grundsätzliches Informationsbedürfnis zu einem Land, das den Sozialismus radikal auslegt, so dass die Erfahrungen mit der DDR nicht mehr ausreichen, um es zu verstehen. Die Übersetzung von Pjöngjang in die deutsche Sprache trifft auf eine Comic-Landschaft, die erwachsener wird. Dieses ist unter anderem an den großen Buchmessen abzulesen, die dem Comic eine zunehmende Wertschätzung erfahren lassen. Beispielsweise gibt es bei der Leipziger Buchmesse seit 2014 die Manga-Comic-Convention. Das Comic-Zentrum auf der Frankfurter Buchmesse, das 15 Jahre lang betrieben wurde, existiert seit 2014 nicht mehr. Der Hauptgrund sei “paradoxerweise die zunehmende Anerkennung von Comics als ernst zu nehmende Kunstform”. So werden Comics nach Themen und Genres in verschiedenen Ständen angesiedelt, die “zur Nähe verwandter Sparten wie Kunstbuch, Literatur oder Kinder- und Jugendbuch” sind. Gerade dadurch ist erkennbar, dass sich die Comics an erwachsene Leser richten und immer neue Formate wie die Comic-Reportage produzieren. Mit der vorliegenden Arbeit wird dieser neue Trend als Objekt der Comicforschung angenommen.
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